Ein Blog von Christine Felsinger
mit Fotos von Felix Knaack

Leser-Test Granutop: Von Kotwasser keine Spur

Probe gefüttert: Hilft das Spezialfutter Granutop Pferden gegen Blähbauch, Stress-Durchfall, Kotwasser?

0

Trocken gelegt: Bei Isländer-Wallach Hausti ging im Granutop-Test das Kotwasser weg, und das Fell sieht top aus. Foto: privat Trocken gelegt: Bei Isländer-Wallach Hausti ging im Granutop-Test das Kotwasser weg, und das Fell sieht top aus. Foto: privat

Hat euer Pferd Probleme mit Kotwasser? Was hilft gegen den Alarm im Darm, der bei Wetterwechsel, Futterwechsel, Fellwechsel auftritt? Mit diesen Fragen startete FREUNDPFERD die Bewerbungsphase für einen Praxis-Test mit dem Spezialfutter Granutopunterstützt von meinem Blog-Partner marstall Premium-Pferdefutter. 8 von 10 ausgewählten Testern haben das Produkt einen Monat lang konsequent gefüttert und dokumentiert. Fazit: Bis auf einen Fall haben alle mit Granutop hoffnungsvolle bis sehr gute Erfahrungen gemacht bei Kotwasser, Blähungen und Durchfall. 

Linda Hensel bewarb sich mit ihrem Sensibelchen:

„Hausti, 6, Isländer, sensibel an Magen und Darm. Hat vor allem in der graslosen Zeit mit Kotwasser zu kämpfen. Die Haltungsbedingungen sind eigentlich ideal, und ich achte darauf, dass es keine langen Fresspausen gibt.“

Hausti, der junge Isländer-Wallach, wirkt keck, ist aber ein Sensibelchen mit leicht reizbarem Darm und Neigung zu Kotwasser. Foto: privat

Hausti, der junge Isländer-Wallach, wirkt keck, ist aber ein Sensibelchen mit leicht reizbarem Darm und Neigung zu Kotwasser. Foto: privat

Unser Hausti, Jahrgang 2011, ist ein noch junger Isländer-Wallach, den wir relativ roh mit 4,5 Jahren gekauft hatten. Er ist ein recht sensibler Charakter, ließ sich die ersten zwei Tage bei uns gar nicht einfangen und durfte sich ein halbes Jahr lang erstmal nur eingewöhnen. Dann fing so langsam der Ernst des Lebens an – und damit ging auch sein Verdauungsproblem los. Durchfall und Kotwasser waren plötzlich an der Tagesordnung.

Wir riefen natürlich den Tierarzt. Aber schnell stellte sich heraus dass anscheinend seine Psyche das Hauptproblem ist. Er stresst sich schnell; auch wenn man ihm das äußerlich überhaupt nicht ansieht. Dabei ist die Haltung eigentlich ideal: Die Pferde stehen am Haus, eine kleine, stabile Herde, kein Ärger untereinander. Sehr viel gutes Heu und tagsüber Weidegang.

Linda Hensel mit Hausti als Handpferd: Die Pferde stehen am Haus, leben tagsüber auf der Weide und haben genug gutes Heu. Foto: privat

Linda Hensel mit Hausti als Handpferd: Die Pferde stehen am Haus, leben tagsüber auf der Weide und haben genug gutes Heu. Foto: privat

Es gab dann vom Tierarzt ein Futtermittel verordnet. Das half auch ganz gut. Aber irgendwie war die Freude nur von kurzer Dauer. Danach hatten wir noch diverse Produkte ausprobiert – die alle einem das gleiche versprachen. Aber so einen richtig durchschlagenden Erfolg hatte keins. Das Kotwasser war weniger, aber nicht komplett weg.

Um so erfreuter war ich, als Hausti für den Granutop-Produkttest ausgewählt wurde. Wenn man nun schon einiges ausprobiert hat, teilweise für nicht wenig Geld, überlegt man sich schließlich zweimal, schon wieder viel Geld in ein Produkt zu investieren. Der Test-Eimer war recht schnell da, und wir haben es ihm zusammen mit seiner üblichen Mahlzeit (Agrobs Kraftpaket) gefüttert. Er hat es von Anfang an sehr gerne gefressen. Die Inhaltsstoffe hören sich auch gut und logisch an.

Nachdem wir nun den ganzen Eimer verfüttert haben, kann ich folgendes sagen: Das Kotwasser ist eigentlich weg. Nur wenn wirklich was ganz Aufregendes passiert (z.B. nächtlicher Besuch von den Wildschweinen auf der Wiese) tröpfelt es schon mal noch. Aber das ist tolerierbar. Ansonsten sieht er blendend aus vom Fell und steht einfach gut im Lack. Granutop scheint ihm insgesamt sehr gut getan zu haben. Wir haben schon einen weiteren Eimer nachgekauft. Im Sommer versuchen wir es mal ohne und dann zum Winter hin wieder. Da hat er die meisten Probleme mit Kotwasser.
Liebe Grüße von Hausti und Linda Hensel!

Michael Stecher schrieb hilfesuchend aus Südtirol:

„Mein Pferd leidet schon seit Jahren an Kotwasser und bis jetzt habe ich leider noch nicht wirklich eine Lösung gefunden. Habe es auch schon mit allen möglichen Medikamenten versucht, jedoch ohne Erfolg. Sehr viele Dinge gingen auch nach Hinten los und es wurde schlimmer anstatt besser. Meine Haflinger Stute ist jetzt 5 Jahre alt und steht auf ca. 1200 Meter, somit wird das tägliche Waschen im Winter etwas schwierig. Aber nicht nur das alleine ist das Problem, denn wenn es mir manchmal nicht möglich ist, sofort zu waschen, wird sie direkt wund an der Unterseite der Schweifrübe. Ich wäre also sehr froh, wenn ihr das Produkt helfen würde, und würde es somit auch liebend gerne testen.“

Michael Stecher hat Granutop-Tagebuch geführt: Seine Haflinger-Stute war nach zwei Wochen frei von Kotwasser. Foto: privat

Michael Stecher hat Granutop-Tagebuch geführt: Seine Haflinger-Stute war nach zwei Wochen frei von Kotwasser. Foto: privat

26. Januar: Start des Granutop-Tests, Pferd: Haflinger, Stockmaß: 150 Zentimeter, Fütterungsmenge ca. 300 Gramm/Tag
27. Januar: Gleich am ersten Tag war der Schweif meines Pferdes erstaunlicherweise schon sauber, und auch vom Kotwasser war nichts mehr zu sehen, nur die Schweifrübe war innen noch ziemlich schmutzig.

Wund und schmerzhaft: Das Kotwasser verursachte Hautläsionen bei der Haflinger-Stute. Foto: privat

Wund und schmerzhaft: Das Kotwasser verursachte Hautläsionen bei der Haflinger-Stute. Foto: privat

31. Januar: Keine weiteren Veränderungen mehr zu sehen. Kotwasser seit dem ersten Tag verschwunden. Was mir jedoch noch auffällt, dass die austretenden Gase immer noch sehr unangenehm riechen, denke, das ist ein Zeichen, dass im Darm noch nicht alles perfekt funktioniert.
6. Februar: An diesem Tag war vorerst keine Spur vom Kotwasser, jedoch dann plötzlich trat etwas Kotwasser aus, jedoch kein Vergleich zu vorher.

Fleckig und krustig: Gegen das Kotwasser half bisher nichts, was Michael probierte. Foto: privat

Fleckig und krustig: Gegen das Kotwasser half bisher nichts, was Michael probierte. Foto: privat

8.-9. Februar: Dasselbe wie 2 Tage vorher, zuerst nichts, dann doch wieder einmalig etwas Kotwasser.
10. Februar: Das Pferd war komplett sauber, inklusive der Schweifrübe innen und keine Spur von Kotwasser.
11. Februar: Kein Kotwasser mehr zu sehen.
13. Februar: Ebenfalls keine Spur vom Kotwasser.
15. Februar: Letzter Fütterungstag, auch da kein Kotwasser zu sehen.

Samtig und sauber: So sieht das Ergebnis aus von Schweif bis Fessel. Foto: privat

Samtig und sauber: So sieht das Ergebnis aus von Schweif bis Fessel. Foto: privat

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass Granutop ein super Produkt ist, denn ich habe bei diesem Pferd in den letzten Jahren alles Mögliche versucht, von reiner Bierhefe bis Aloe-Vera-Saft. Mit jeglichem Versuch wurde es eigentlich nur schlechter statt besser. Habe es auch mit Medikamenten vom Tierarzt versucht, auch das hat nichts geholfen. Somit hatte ich die Hoffnung aufgegeben, noch ein Produkt zu finden, was meinem Pferd hilft. Erstaunlicherweise war mit Granutop keine Verschlechterung zu sehen. Im Gegenteil, das Kotwasser war bereits am Tag nach der ersten Fütterung verschwunden.

Nach ca. zehn Tagen trat für zwei bis drei Tage wieder etwas Kotwasser auf, aber nur sehr gering, danach war nichts mehr davon zu sehen. Ich habe mir gleich einen weiteren Eimer bestellt und füttere das Produkt weiter. Interessant wäre für mich zu wissen, was passiert, wenn ich mit der Fütterung von Granutop aufhöre. Kann deshalb leider nicht sagen, ob die Wirkung längerfristig anhält oder nur während der Fütterung.

 

Sabrina Stienekemeier suchte schon lange ein Wundermittel:

„Mal wieder auf der Suche nach neuen Infos und Mittelchen gegen Kotwasser, bin ich durch Zufall auf diesen Blog gelandet und bin froh Mitleidende zu treffen. Mein 26jähriger Holsteiner-Opi wäre der ideale Tester. Wir gehen seit 14 Jahren durch dick und dünn und das Kotwasser ist leider unser ständiger Begleiter. Haben noch kein Wundermittel gefunden und schon sooo viel ausprobiert. Gerade jetzt im Winter Horror, wenn das Pferd immer gewaschen werden muss und nie trocken ist. Kotwasserfrei wäre ein schönes Weihnachtsgeschenk. Wir würden uns freuen!“

Sabrina Stienekemeier und Tim, der Holsteiner-Opi: Seit 14 Jahren hat er Kotwasser, das sich im Test deutlich reduzieren ließ. Foto: privat

Sabrina Stienekemeier und Tim, der Holsteiner-Opi: Seit 14 Jahren hat er Kotwasser, das sich im Test deutlich reduzieren ließ. Foto: privat

Ich durfte für mein Pferd Tim, fast 27-jähriger Holsteiner-Wallach, vier Wochen lang das Produkt Granutop testen. Tim hat eigentlich durchgehend und zu jeder Jahreszeit Kotwasser, bereits seit ca 14 Jahren. Wir haben viel getestet, und nun war dieses Produkt an der Reihe. Wir haben mit 300 Gramm täglich begonnen, da ich nicht einschätzen konnte, ob 200 Gramm zu wenig und 500 Gramm zu viel sind. Nach dem ersten Tag dachte ich echt, ich traue meinen Augen nicht. Beine und Po waren trocken, lediglich ein paar Tröpfchen vorhanden. Wahnsinn! Die nächsten sechs Tage waren die Beine minimal voll, der Po war sauber und während des Putzens kein „Auslaufen“. Das fand ich schon mal hammergut.

Kurz vorm Auslaufen: Holsteiner-Wallach Tim mit starken Kotwasser-Spuren. Foto: privat

Kurz vorm Auslaufen: Holsteiner-Wallach Tim mit starken Kotwasser-Spuren. Foto: privat

Am siebten Tag war das Kotwasser wieder voll und ganz da, Beine und Po komplett voll, so dass ich waschen musste. Ab diesem Tag haben wir die Dosis dann auf 500 Grammerhöht, also die Dosis für akut vorhandene Probleme. Hierbei sind wir dann auch geblieben. Ab da an war das Kotwasser mal ganz verschwunden oder nur minimal vorhanden. Ich musste demnach kaum noch waschen oder wenn mal mit einem Lappen ein paar kleine Stellen abwischen. Aber selbst das war für uns schon ein Riesenfortschritt. Und vor allem: während des Putzens keine Sturzbäche… Das hatten wir lange nicht.

Als ich dann aber leider vor drei Tagen für den Fellwechsel Zink dazu gegeben habe, brach alles wieder zusammen, und das Kotwasser ist so schlimm wie vorher da. Das zeigt mir, dass mein Pferd auf minimale Veränderungen sofort krass reagiert und da anscheinend kein Mittel stark genug ist. Da ich das natürlich vorher nicht wissen konnte, kann ich nun kein Nachher-Foto schicken. Ich habe jedoch aus einem Foto, das ich vor einer Woche gemacht habe, einen Screenshot gemacht, wo man deutlich erkennt, dass keine Kotwasserspuren am Bein zu erkennen sind.

Trotz Distanz erkennt man, dass Tims Beine und Po durch Granutop sauber wurden. Bis das Zink ins Spiel kam... Foto: privat

Trotz Distanz erkennt man, dass Tims Beine und Po durch Granutop sauber wurden. Bis das Zink ins Spiel kam… Foto: privat

Unser Fazit: Gutes Produkt, dass zwar das Kotwasser nicht komplett verschwinden lässt, es aber deutlich reduziert, was für uns schon sehr viel wert ist. Einziger Nachteil ist die Menge, die so ein Großpferd im akuten Fall täglich nehmen muss. Dadurch hält so ein Eimer dann auch nur zwei Wochen, so dass man im Monat bei zwei Eimern wäre, was sich preislich dann doch schon auswirkt. Generell kann ich eine Kaufempfehlung abgeben, da ich denke, dass bei nicht so schlimmen Kotwasserfällen bestimmt ein sehr guter Erfolg zu erzielen ist.
Wir bedanken uns sehr, dass wir dabei sein durften. Sobald ich das Zink abgesetzt habe, werde ich noch mal einen Eimer testen.

 

Carmen Geib hat endlich wieder ein schickes, fittes Pferd:

„5-jährige Stute, Heu ad libitum im Offenstall, wird täglich bewegt, Blut und Kotproben sind o.B. Dennoch leidet sie an Kotwasser und Blähungen.“

Carmen Geib und Haflinger-Stute Schickimicki: Die Blähungen sind im Granutop-Test fast völlig verschwunden, Po und Schweif deutlich sauberer. Das Pferd wirkt runder und harmonischer. Foto: privat

Carmen Geib und Haflinger-Stute Schickimicki: Die Blähungen sind im Granutop-Test fast völlig verschwunden, Po und Schweif deutlich sauberer. Das Pferd wirkt runder und harmonischer. Foto: privat

Unsere 6-jährige Haflinger-Stute ist ein sehr sportlicher Typ, schlank, drahtig, bisweilen wirkt sie jedoch etwas kantig und trotz guter Trainingssituation auch etwas schlapp. Sie ist zweifache Freispringchampionesse der Ponys in Rheinland-Pfalz/Saar und Siegerin ihrer Leistungsprüfung, platziert in Eignungs- und Reitpferdeprüfungen. Sie lebt in einer harmonischen Offenstallherde mit fünf weiteren Ponys (zwei Wallache, drei Stuten) und hat rund um die Uhr Zugang zu Heu (ohne Netze), Kraftfutter (Quetschhafer und Marstall force) bei Bedarf. Blutwerte und Wurmstatus waren zuletzt ohne Befund.

Auffällig bei ihr: Hat sie eine Wand zur Verfügung, presst sie sich beim Äppeln dagegen, so dass Hintern und Schweif stets verdreckt sind von Kot und Kotwasser. Sie äppelt jedoch auf der Koppel oder unterm Reiter völlig normal, allerdings neigt sie beim Reiten zu hörbaren Blähungen. Ihr Vollbruder und auch der Halbruder haben keine solchen Probleme.

Gar nicht Schickimicki: Die Stute hatte oft Kotwasser, Schweif und Fell waren verschmiert. Foto: privat

Gar nicht Schickimicki: Die Stute hatte oft Kotwasser, Schweif und Fell waren verschmiert. Foto: privat

Anfang Februar begann unser Granutop-Test. Erster Pluspunkt: Die Pellets werden gerne gefressen (anderes Zusatzfutter sortiert sie durchaus mal aus oder verweigert die ganze Kraftfutterration). Die Dosierung ist eindeutig angegeben, und der mitgelieferte Messbecher macht es leicht, die passende Menge aus dem Eimer zu entnehmen. Der Eimer an sich bekommt von uns ein Minus: Das Öffnen des Deckels ist sehr kraftaufwändig, und bei den kühlen Temperaturen in unserer Futterkammer ist der Deckel letztlich komplett gebrochen. Das ist schade, aber bestimmt vom Hersteller leicht zu beheben (haben wir natürlich als Anregung an marstall weiter gegeben. Die Red.)

Minuspunkt: Der Eimerdeckel brach während des Tests; vermutlich durch die niedrigen Temperaturen. Foto: privat

Minuspunkt: Der Eimerdeckel brach während des Tests; vermutlich wurde er durch die Kälte porös. Foto: privat

Während der Testzeit verschlechterte sich die Kotwassersituation erst etwas, die letzten zwei Wochen scheint die Verdauung unserer Stute aber nun zur Ruhe zu kommen. Die Blähungen unterm Reiten sind fast völlig verschwunden und auch Hintern und Schweif sind deutlich sauberer. Insgesamt wirkt das Pferd auch runder und harmonischer. Ich würde daher, wenn erneut Probleme auftreten, sofort wieder zu Granutop greifen, um zu sehen, ob sich das positive Ergebnis wieder herstellen lässt.

Schön Schickimicki: Die Verdauung scheint zur Ruhe zu kommen, das helle weiche Fell kommt nun zur Geltung. Foto: privat

Schön Schickimicki: Die Verdauung scheint zur Ruhe zu kommen, das helle weiche Fell kommt nun zur Geltung. Foto: privat

 

Laura Waschek ging den Test akribisch an:

„Ich würde das sehr gerne testen. Mein Pferd hat öfters Kotwasser, ist aber soweit fit und wir können keine Ursache finden. Ich würde deshalb gerne dieses Produkt testen.
Mein Pferd ist eine Stute, 16 Jahre und ein englisches Vollblut. Ich studiere Pferdewirtschaft und habe bereits einiges getestet, aber es wurde nicht besser.“

Delilas Schweif vor dem Test: Die kahle Stelle ist ein Indiz für Schweifscheuern, das mit Kotwasser und Krusten am Po einher ging. Foto: privat

Delilas Schweif vor dem Test: Die kahle Stelle ist ein Indiz für Schweifscheuern, das mit Kotwasser und Krusten am Po einher ging. Foto: privat

Getestet habe ich Granutop mit meiner Englisch-Vollblut-Stute Delilah (18). Sie ist an und für sich topfit, hat jedoch seit Jahren Kotwasser, welches wir bisher nicht in den Griff bekommen konnten. Um die Gabe von Granutop an ihr Gewicht anzupassen, habe ich ihr Gewicht mit Hilfe der Maßband- Methode ermittelt und ein Gewicht von 506 Kilo festgestellt, für die Dosierung abgerundet auf 500 Kilo.

Unterm Schweif vor dem Test: Deutlich sind die Verkrustungen durch das Kotwasser sichtbar. Foto: privat

Unterm Schweif vor dem Test: Deutlich sind die Verkrustungen durch das Kotwasser sichtbar. Foto: privat

Da ich mit der Gabe von Granutop am 17. Februar begonnen habe und sich mein Pferd mitten im Fellwechsel befand, haben wir die Ration auf 420 Gramm pro Tag berechnet. (500/600 = 0,83 0,83*500=416,6g -> ca.420g). Delilah hat das Futter jeden Tag verteilt auf zwei Portionen bekommen, jeweils morgens und abends zu den Fütterungszeiten. Ihre weitere Ration besteht aus 9 Kilo Heu pro Tag und Futterstroh. Kraftfutter bekommt sie zurzeit nicht, da ich aus Gründen des Studiums wenig Zeit habe und sie im Grunde nur einen Erhaltungsbedarf hat.

Unterm Schweif nach einer Test-Woche: Kotwasser und Krusten sind weniger geworden. Foto: privat

Unterm Schweif nach einer Test-Woche: Kotwasser und Krusten sind weniger geworden. Foto: privat

Die erste Verbesserung des Zustands fand eine gute Woche nach Beginn der ersten Gabe statt, also um den 25. Februar. Das nächste Bild zeigt den Zustand am Ende. Deutlich ist zu sehen, dass die Verkrustungen und Rückstände minimal geworden sind.

Unterm Schweif nach dem Test: Nun ist alles sauber, keine Spur von Kotwasser. Foto: privat

Unterm Schweif nach dem Test: Nun ist alles sauber, keine Spur von Kotwasser. Foto: privat

Ebenso hat das Schweifscheuern aufgehört, und die Haare wachsen nach. Alles in allem hat Granutop bei meiner Stute sehr gut funktioniert, und bei anhaltendem Gebrauch ist die Darmflora soweit gesundet, dass Kotwasser der Vergangenheit angehört. Ein empfehlenswertes Produkt.

Delilas Schweif am Test-Ende: An den kahlen Stellen wächst das Fell allmählich nach, das Scheuern hat aufgehört. Foto: privat

Delilas Schweif am Test-Ende: An den kahlen Stellen wächst das Fell allmählich nach, das Scheuern hat aufgehört. Foto: privat


Jule Griese sah keinen durchschlagenden Effekt:

„Ich habe einen 25-jährigen Fjord-Wallach mit Cushing. Seit langer Zeit hat er immer wieder mit Kotwasser zu tun. Dabei bekommt er Heu, hat keinen Stress und es ist nicht auszumachen, woran es liegt. Ich habe allerdings wie hier im Blog auch über das Wetter als Auslöser nachgedacht. Ich würde gerne Granutop testen und darüber berichten!“

Jule Griese und ihr 25-jähriger Ford-Wallach Sunny: Sein Kotwasser ist mal besser, mal schlechter. Foto: privat

Jule Griese und ihr 25-jähriger Ford-Wallach Sunny: Sein Kotwasser ist mal besser, mal schlechter. Foto: privat

Ich habe Granutop mit meinem 25-jährigen Fjord-Wallach Sunny getestet. Trotz seines Alters ist er noch topfit, hat aber Cushing und wird mit Prascend behandelt. Seit Jahren hat er immer wieder mit Kotwasser zu kämpfen. Verschiedene Produkte haben das Problem nicht ausreichend behoben. Es ist auch keine Ursache erkennbar. Bei Silagefütterung wird es stärker, sodass er nur mit Heu gefüttert wird.

Bei Sunny, der an Cushing leidet und Prascend bekommt, hatte der Grantutop-Test keine eindeutige Verbesserung zur Folge. Foto: privat

Bei Sunny, der an Cushing leidet und Prascend bekommt, hatte der Grantutop-Test keine eindeutige Verbesserung zur Folge. Foto: privat

Ihm schmeckte das Granutop sehr gut. Er hat es immer gerne und restlos gefressen. Ich habe das Futter ca. vier Wochen getestet. Während des Testzeitraums schwankte die Intensität des Kotwassers wie zuvor. An manchen Tagen hatte er kein Kotwasser, an anderen trat es wie zuvor auf. Ich hatte lediglich das Gefühl, dass die Pferdäpfel fester waren als zuvor. An manchen Tagen rochen sie jedoch stark. Dies trat vor der Fütterung mit Granutop auch schon auf. Insgesamt scheint es ein schmackhaftes Futter mit natürlichen Inhaltsstoffen zu sein, welches jedoch das Kotwasser bei meinem Pferd nicht zu beeinflussen schien.

 

Maria Engelmann suchte und fand eine Lösung: 

„Das klingt wirklich sehr interessant. Zu meiner Person bzw. meinen Pony Motte: Sie hat immer wieder mal Kotwasserprobleme, oftmals reagiert sie schon, sobald das Heu aus einer anderen Charge kommt. Sie geht nichts aufs Gras derzeit, bekommt keine unnützen Dinge zum futtern, dennoch reagiert sie immer wieder mal mit Kotwasser und das in solchen regelmäßigen Abständen, dass ich es ursächlich auch nicht ausmachen kann. Vom Tierarzt ist das Pony gecheckt, organisch alles einwandfrei, auch die Blutwerte. Kein Sand im Darm, nichts…. Sie bekommt ausschließlich Heu vom ersten späten Schnitt, recht grobfaserig und langstielig und nach der Arbeit eine Handvoll Wiesenfasern von Marstall.“

Shetty-Mix Motte: Nach dem Test ist sie lebhafter, der Fellwechsel flutschte nur so, und der Blähbauch ist weg. Foto: privat

Shetty-Mix Motte: Nach dem Test ist sie lebhafter, der Fellwechsel flutschte nur so, und der Blähbauch ist weg. Foto: privat

Mein Pony Motte (Shetty-Mix) bekommt das Granutop nun schon einige Wochen. Sie bekommt es täglich zusammen mit ein paar Wiesenflakes von Agrobs. Es wird sehr gut angenommen und gefressen, obwohl Motte ansonsten sehr wählerisch beim Futter ist. Motte bekommt sehr schnell Kotwasser, breiige Haufen und leichten Blähbauch. Seit der Fütterung mit Granutop hat sich die Konsistenz der Pferdeäpfel verbessert. Das Kotwasser ist aktuell nahezu verschwunden, der Blähbauch nimmt langsam aber stetig ab. Und das, obwohl an der restlichen Fütterung und Bewegung wenig verändert wurde.

Mit ihrem Ponynaturell wirkt sie etwas lebhafter und aufmerksamer auf mich, nach meinen Empfinden tut ihr das Granutop sichtbar und spürbar sehr gut. Anfangs hatte ich bei der Fütterung etwas bedenken, weil Motte vor einigen Jahren einen Reheschub hatte und sich im Produkt Apfeltrester befindet, jedoch verträgt sie es ausgesprochen gut.

Motte gehört ja zu den Rassen, die sehr viel Winterfell besitzen. Der Fellwechsel setzt bei solchen Rassen etwas später ein, aber auch hier kann ich positiv berichten, dass sie schon pünktlich begonnen hat, ihr Winterfell langsam abzuwerfen. In den letzten Jahren hat der Fellwechsel deutlich später eingesetzt.

Saubere Motte: Das Kotwasser ist spurlos verschwunden. Foto: privat

Saubere Motte: Das Kotwasser ist spurlos verschwunden. Foto: privat

Mein Fazit: Ich bin positiv überrascht von der Wirkung von Granutop und werde es auch weiterhin meinen Pony füttern. Ich habe zuvor schon einiges ausprobiert in der Hoffnung, dass sich ihre Verdauung verbessert. Dies war das erste Mal, dass die Verdauung sich wirklich sichtbar und spürbar verbessert hat, und das jetzt schon nach wenigen Wochen. Motte und ich bedanken uns, dass wir am Produkttest teilnehmen durften!

 

Lisa Strassbergers Fazit: Muss nochmal probieren 

„Mein Pferd ist hochgradig stressanfällig und reagiert sehr sensibel auf Futterumstellungen. Manchmal genügt schon der Wechsel von einem Heuballen zum Nächsten, um die Verdauung verrückt spielen zu lassen. Dazu gehören Durchfall, Kotwasser und mitunter die Weigerung der Futteraufnahme. Da sich diese Anzeichen auch unmittelbar auf die Leistungsfähigkeit und die Rittigkeit niederschlagen, wäre ein wirksames Futtermittel für mein Dressurpferd echt spitze.“

Lisa Katharina Straßbergers Stute ist sehr sensibel und im Trainingsalltag schnell gestresst. Sie bekommt schnell Durchfall und Kotwasser. Foto: privat

Lisa Katharina Straßbergers Stute ist sehr sensibel und im Trainingsalltag schnell gestresst. Sie bekommt schnell Durchfall und Kotwasser. Foto: privat

Ich habe mich für den Test am Zusatzfutter Granutop beworben, weil meine 2007 geborene Oldenburger-Stute ein Paradebeispiel für Stressanfälligkeit ist. Sie ist einerseits ein sehr nervenstarkes und unerschrockenes Pferd, gleichzeitig neigt sie aber wegen vermeintlicher Kleinigkeiten zum Aufdrehen – Genie und Wahnsinn liegen eben dicht beieinander. Dieses Aufdrehen zeigt sich allerdings fast nie im Rahmen der täglichen Arbeit. Sobald die Stute beschäftigt ist und sich bewegen darf, ist alles in Ordnung. Stillstehen müssen und vor allem Dinge, die sie nur hört, nicht aber sehen kann, sind nicht gerade ihre Lieblingsbeschäftigung. Dabei spult sie sich regelrecht auf, neigt dann zu Durchfall und Kotwasser.

Platsch: Durchfall ist das typische Zeichen für Unruhe im Darm, oft auch durch Stress begünstigt. Hier ist es wichtig, dass die Darmflora ins Gleichgewicht kommt. Foto: privat

Platsch: Durchfall ist das typische Zeichen für Unruhe im Darm, oft auch durch Stress begünstigt. Hier ist es wichtig, dass die Darmflora ins Gleichgewicht kommt. Foto: privat

Enorme Folgen haben aber insbesondere Futterumstellungen, Weidezeit ist immer schwierig, genauso kann aber auch ein neuer, für unsere Wahrnehmung identischer Heuballen zu unappetitlichem Brei führen. Die normale Fütterung besteht aus Heu zur freien Verfügung in beliebiger Menge und Kraftfutter in Form von ganzem Hafer, IWEST Magnolythe S100 und Magnoturbo, ergänzt durch Agrobs Aspero zur Erhöhung der Kauschläge. Die Stute lebt nachts im Offenstall gemeinsam mit meinem zweiten Pferd, tagsüber kommen die beiden zu weiteren vier Pferden in den großen Offenstall mit Heuraufe und permanentem Weidezugang.

Das Granutop wurde trotz der vergleichsweise hohen Fütterungsempfehlung von 200 Gramm pro Tag gut angenommen und mit der normalen Kraftfutterration problemlos gefressen. Für uns war der Test vermutlich trotzdem nicht zu 100% aussagekräftig, denn das Wetter war mit Frost und Dauerregen so schlecht, dass wir nicht trainieren konnten. Somit entfielen mögliche Stressfaktoren. Urlaub ist für unsere Problemstellung eben kein richtig aussagekräftiger Zeitraum. Meine Stute braucht die Arbeit wie das tägliche Futter, gleichzeitig neigt sie dazu, z.B. beim ganz normalen Fertigmachen aufzudrehen, als würde man ihr nach dem Leben trachten. Am nächsten Tag kann in derselben Situation völlige Entspannung herrschen. Niemand hat bisher eine Ursache gefunden.

In den wenigen nutzbaren Tagen seit Beginn des Testzeitraums zeigte sich mein Pferd für ihre Verhältnisse wirklich entspannt. In den Zeitraum fiel für uns der Wechsel vom überjährigen Heu aus 2016 in das neue von 2017, dieser ging völlig problemlos vonstatten. Sollte dieser Effekt wieder umschlagen nach Ende und Absetzen des Testfutters, ist eine erneute Fütterung definitiv eine Überlegung wert, um zu sehen, ob auch unter der regelmäßigen täglichen Arbeit eine so deutliche Besserung erfolgt.

 

Mehr zu Verdauungsproblemen:

Alarm im Darm: Was gegen Kotwasser und Reizdarm helfen kann
Geheimnis Pferde-Stoffwechsel: Was ihn anregt, was ihn stört
So gesund sind Äpfel und Möhren
Hilfe, mein Pferd ist schlapp und wird zu dünn!

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme der Speicherung meiner Daten zu.

*