Ein Blog von Christine Felsinger
mit Fotos von Felix Knaack

Nie mehr oben ohne: Warum wir Reithelm tragen cool finden!

Die 15 stärksten Statements pro Reithelm – von Horror-Sturz bis Vorbildfunktion

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Der schwarze Reflektorstreifen am Reithelm, der von den Schläfen nach hinten führt, leuchtet silbern, wenn er im Dunkeln angestrahlt wird. Foto: Felsinger Der schwarze Reflektorstreifen am Reithelm, der von den Schläfen nach hinten führt, leuchtet silbern, wenn er im Dunkeln angestrahlt wird. Foto: Felsinger

Was stört euch an der Passform eures Reithelms? Was wünscht ihr euch von einem perfekten Helm? Und mit welchen Warnhinweisen überzeugt ihr Helm-Muffel, die keinen Reithelm tragen? Diese drei Fragen habe ich euch in meinem Blog-Beitrag über Sicherheit beim Reiten gestellt. Und war total überwältigt von den vielen positiven und interessanten Zuschriften. Toll, wie ihr euch alle für das Thema Helmtragen stark macht! Es fiel mir deshalb wirklich schwer, die 15 aussagekräftigsten Statements heraus zu picken. Und noch schwerer, 3 Reiterinnen auszusuchen, die den neuen Swing-Helm H16 pro meines Blog-Partners Waldhausen zum Testen erhalten. Die Gewinner werden persönlich per Mail informiert. 

Danke euch allen fürs Mitmachen und weiterhin viele sichere, schöne Ritte auf euren Pferden. Hier sind eure Top-15-Statements:

Mit Helm würde er noch leben
Stephanie H. schreibt: „Mich stört, dass die meisten Reithelme Zwischengrößen haben und nicht richtig sitzen. Oft kommt es vor, dass beim ersten Bocksprung des Pferdes oder beim Landen nach einem Sprung der Helm auf der Nase landet, weil man ihn nur an Kinnriemen enger schnallen kann. Oder der Helm ist zu eng, und man hat einen großen Abdruck auf der Stirn und Kopfweh, wenn man vom Pferd steigt. Nur die hochmodernen Reithelme haben ein Drehrädchen am Hinterkopf, womit man tatsächlich auch den Kopfumfang anpassen kann und der Helm dann so gut passt, dass der Kinnriemen nur noch zweitrangig ist. Desweiteren stört mich, dass die Kinnriemen einen schlechten Sitz haben und eher Richtung Kehle rutschen. Von einem guten Reithelm wünsche ich mir, dass er meinen Kopf schützt, ohne unbequem zu sein und Kopfschmerzen zu verursachen. Vor allem atmungsaktiv muss er sein. Ich hatte schon Helme, bei denen ich im Sommer dann nasse Haare hatte, weil ich so unter dem Helm geschwitzt habe. Es wäre ein absolutes Highlight, wenn er auch noch im Dunkeln reflektieren würde, da ich abends auch in den Herbst-/Wintermonaten mit meinem Pferd als Warm-Up eine Runde rausgehe und überall Reflektoren habe, nur nicht am Helm. Stallkollegen, die keinen Helm tragen, weise ich immer wieder darauf hin, dass Pferde Fluchttiere sind. Wenn sie unter normalen Umständen noch so artig sind, können sie in einer Schrecksekunde einen Hüpfer zur Seite machen, und man landet mit dem Kopf auf der Holzkante der Reithallenbande oder am Baum im Wald. Seit ein Schulkamerad im Grundschulalter ohne Fahrradhelm auf einer Straße gestürzt ist und starb, weil er mit dem Kopf zuerst auf dem Asphalt aufkam, trage ich immer einen Helm beim Reiten, auch in der Halle oder auf dem Reitplatz. Die Polizei sagte seinerzeit: Hätte er einen Helm getragen, würde er noch leben. Der Helm lag auf dem Gepäckträger… Wenn man vom Pferd fällt, fällt man noch aus einer weit höheren Position als vom Fahrrad!“

Helmschale gebrochen, Amnesie erlitten
Dorothee N. findet: „Der Helm ist für mich der absolut wichtigste Ausrüstungsgegenstand! Zur Passform muss ich sagen, dass mir sehr runde Helme nicht gut passen. An der Seite zu breit, dafür drückt’s an der Stirn. Das ist sehr unangenehm, und der feste Sitz des Helms ist nicht gewährleistet. Ich bevorzuge daher die ovale Helmform. Wichtig ist mir darüberhinaus eine gute Belüftung, damit man nicht so schwitzt. Da ich lange Haare zum Zopf gebunden trage, ist es mir sehr wichtig, dass es so eine Art „Zopfloch“ gibt, um die Haare nebst Haargummi durchziehen zu können und nicht nach unten bis in den Kragen drücken zu müssen. Dann sieht man auch nicht so verunstaltet aus, wenn man den Helm abnimmt. Ich bin einmal sehr derbe auf den Kopf gefallen bei einem Sturz vom Pferd. Dabei ist die Helmschale gebrochen, und trotzdem habe ich eine Amnesie und eine Prellung der Sehrinde davongetragen. Was mir ohne Helm passiert wäre, möchte ich lieber nicht wissen. Das ist meine Argumentation, wenn ich jemanden überzeugen möchte, beim Reiten einen Helm zu tragen!“

Voll Karacho auf den Kopf geknallt
Tanja B. berichtet: „Ich hatte einen Reit-Unfall, bin auf den Kopf gefallen und dank des Vorgänger-Modells vom neuen Swing (Bike & Ride) ist meinem Kopf nichts passiert! Ich habe, da kein Swing vorrätig war, einen neuen Helm einer anderen Marke gekauft, mit dem ich aber nicht zufrieden bin. Mich stört an der Passform von Reithelmen (und an dem den ich gerade habe), dass sie oft nach längerer Tragedauer Kopfschmerzen verursachen, weil sie ganz leicht drücken. Größer stellen würde aber dazu führen, dass es wackelt. Das muss doch besser gehen! Ein guter Reithelm sollte variabel anpassbar sein, leicht, angenehm zu tragen, sicher (also im Fall eines Sturzes meinen Kopf beschützen) und gut sichtbar (reflektierend) im Dunkeln. Im Sommer möchte ich nicht darunter schmelzen, im Winter sollte ein Tuch oder eine Mütze darunter passen. Meine helmverweigernden Stallkollegen, die meinen aufgrund ihrer super Reitkünste (die unbestreitbar vorhanden sind) denken keinen Helm zu brauchen, überzeuge ich damit: Ich hatte neulich einen schlimmen Sturz beim Ausritt und bin voll Karacho auf den Kopf geknallt. Dank Helm habe ich überhaupt keine Verletzung davon getragen (von einer winzig kleinen Beule und elenden Muskelverspannungen abgesehen). Der Helm war natürlich hin, aber mein Kopf ist absolut heil und unversehrt geblieben! Ohne Helm hätte ich mindestens eine Gehirnerschütterung, wenn nicht sogar schlimmeres davon getragen! Und so ein Sturz kann JEDEM Reiter passieren. Meine Stute ist einfach ausgerutscht und gestürzt, ich mit ihr. Da nützt auch die beste Reitkunst nichts.“

Lieber Schädelbruch oder zerdrückte Frisur?
Marie E. „stört an vielen Reithelmen ungemein, dass sie mir immer an der Stirn drücken. Davon bekomme ich super schnell Kopfschmerzen, und es ist einfach nur unangenehm. Wegen meiner Kopfform ist es dadurch sehr schwer, einen passenden Helm zu finden. Ebenso sitzen sie mir meist zu weit im Gesicht, und das stört genau so wie der Druck an der Stirn. Von einem guten Reithelm wünsche ich mir vor allem einen guten Schutz, gleich danach kommt die Passform und dann natürlich auch das Aussehen. Was bringt mir ein sicherer Helm, der drückt oder der einfach doof aussieht und daher nicht getragen wird? Die drei Punkte müssen schon stimmen. Ich erwähne immer, dass wir alle Vorbilder sind. Besonders Kinder lassen sich durch schlechte Vorbilder leicht leiten, und gerade die bedürfen besonderer Sicherheit. Außerdem frage ich Reiter ohne Helm, ob sie denken, dass sie auch ohne Kopf auskommen. Und ob sie lieber einen Schädelbruch riskieren wollen statt der etwas zerdrückten Frisur, denn die interessiert nach einem Unfall eh nicht mehr!“

Auch das netteste Pferd kann scheuen
Friederike F. schreibt: „Ich stimme dir vollkommen zu, dass ein passender Reithelm mit das Wichtigste ist. Ich reite seit 15 Jahren und war immer froh, wenn ich einen passenden Reithelm gefunden habe. Ich habe als Frau mit fast 60 cm Kopfumfang oft das Problem, dass viele Reithelme, die ordentlich aussehen, mir nicht passen. Reithelme ohne Größenverstellung gibt es meist nur in ganzen Zentimeter-Größen ohne Zwischengrößen, und leider habe ich schon oft erlebt, dass solche mit Größenverstellung oft an Fahrradhelme erinnern. Manchmal war da das Männermodell die bessere Alternative. Und genau wie du in deinem Artikel schreibst, stört es mich auch, wenn der Helm an der Stirn drückt. Vor allem, da meine Kopfform eher so ein Mittelding zwischen rund und oval ist. Daher finde ich es immer super, wenn Helme mit Größenverschluss ansprechend aussehen und angenehm zu tragen sind. Insbesondere ist mir wichtig, dass der Helm fest sitzt ohne zu drücken und den Kopf nicht zwingend noch größer erscheinen lässt, sondern sich perfekt anpasst. Zugegeben, ich hatte auch oft Angst, dass sich das Rad zum Verstellen der Größe lockert und dadurch keine Sicherheit mehr gegeben ist. Daher habe ich immer sehr drauf geachtet, dass dies nicht der Fall ist und der Helm auch nach mehreren Stunden tragen noch ordentlich und vor allem sicher sitzt. Ich weiss nicht, ob das nur mir so geht, aber an vielen Helmen stört mich, dass der Kinnriemen oftmals nicht so schön verarbeitet ist und der Verschluss nicht immer schön bedeckt wird. Mein Wunsch-Reithelm sollte daher nicht nur optisch stimmen, sondern vor allem auch angenehm zu tragen sein, so dass man ihn eigentlich gar nicht spürt.  Und dann freut es mich auch immer, wenn das Frauenmodell dann auch in Größen bis ca. 60 cm zu haben ist. Und dann sollte natürlich der Kinnriemen verstellbar und angenehm sein. Auch der Übergang von Helm zum Verschluss sollte so sein, dass er nicht an den Ohren drückt, sondern sich der Riemen schön anlegt. Ich selbst bin noch nie ohne Helm geritten und würde auch jedem empfehlen, einen Helm anzuziehen. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass selbst das netteste und unerschrockenste Pferd doch mal scheuen kann. Und vom Pferd fallen gehört bei diesem Sport vermutlich dazu. Daher ist es immer gut, sich zu schützen. Im Ernstfall kann der Helm zumindest seinen Teil dazu beitragen, dass bestimmte Verletzungen verhindert werden oder man hat zumindest Maßnahmen zur Vorsicht getroffen. Und selbst wenn sich jemand als so sicher einschätzen würde, dass er keinen Helm braucht, dann sollte er zumindest den Kindern ein Vorbild sein, die gerade anfangen zu reiten.“

Vorbildfunktion gegenüber Kindern
Liv D. stört „an Helmen am meisten, dass sie eine klobige Form haben. Der Kopf wirkt oft doppelt so groß. Dazu kommt, das einige nicht gut genug belüftet sind, so dass man unter dem Helm stärker schwitzt.Bei einem guten Reithelm hat oberste Priorität natürlich die Sicherheit. Der Helm soll meinem Kopf bei jeder Art von Stürzen optimal schützen. es gab schon oft Situationen bei denen ich sehr froh war, einen Helm getragen zu haben (ich reite allerdings auch nie ohne). Dann würde ich mir wünschen, dass der Helm schön leicht ist und schmal am Kopf anliegt. Ich kann von Glück sagen, dass es in unserem Vereinsstall wirklich sehr selten vorkommt, dass jemand keinen Reithelm trägt. Sollte es doch einmal der Fall sein, spreche ich die Person direkt darauf an. Oft ist das schon für denjenigen unangenehm genug, da man ja nun nicht wirklich erklären kann, warum man so leichtsinnig ist. Ich erkläre dann auch gerne, dass man in unserem Verein auch eine Vorbildfunktion gegenüber den Kindern hat. Besonders bei Jugendlichen ist das ein Argument, was sie nachdenken lässt. Alle Reiter unter 18 Jahren sind zudem bei uns auf der Anlage verpflichtet, einen Helm zu tragen. Hier kann man also auch sehr deutlich durchgreifen.“

Liv und ihr Pferd Jimber: Die beiden gehen in ihrem Reitverein mit gutem Vorbild voran und tragen Helm, sobald Liv im Sattel sitzt. Foto: privat

Liv und ihr Pferd Jimber: Die beiden gehen in ihrem Reitverein mit gutem Vorbild voran und tragen Helm, sobald Liv im Sattel sitzt. Foto: privat

Ich packe meine Horror-Stories aus…
Estelle S. stört an der Passform von Reithelmen, „dass es für meinen Kopf bisher keinen geeigneten Helm außer dem Casco Passion Plus gibt. Dieser wird nicht mehr gebaut und musste nach einem Sturz ersetzt werden. Nun habe ich einen neuen Mistral. Er hält, aber ist für meinen schmalen Kopf zu breit. Wenn Helme von der Länge und Tiefe passen, sind sie zu breit für meinen Kopf. Ein weiteres Problem liegt darin, dass sich das Verstellrad bei meinen Helmen immer in schnelleren Gangarten löste. Ich hatte bisher Uvex und Casco. Prio 1 beim Reithelm ist für mich eine gute Passform. Prio 2 ein hoher Tragekomfort. Prio 3 wenn zusätzlich die Optik stimmt, dann handelt es sich um den perfekten Helm! Er sollte hinten tief runter gehen. Gleiches gilt vorne für die Stirn. Die Anbringung von Reflektoren sollte möglich sein (auf welche Art ist egal). Winterfutter für den Winter zum Austausch wäre ideal. Auch möchte ich meine GoPro gut befestigen können. Die Belüftung sollte auch stimmen. Bei Nicht-Helmnutzern packe ich meine Horror-Stories aus. Das führt bei 99 % zum Erfolg. Bei Facebook teile ich entsprechende Bilder. Ich bin schon im Schritt wegen eines Stolperers mit einem total braven und unerschrockenen Pony gestürzt. Ein böser Unfall kann schnell aus dem Nichts mit dem bravsten Pferd passieren. Habe auch schon zig mal Äste gegen den Helm bekommen. Und im Winter wärmt der Helm, im Sommer merkt man ihn nicht, wenn die Belüftung stimmt.“

Anschnallen nur auf der Autobahn?
Jennifer H. bemängelt: „Reithelme schränken oft die Sicht ein, und man hat leichte Druckstellen an der Stirn. Als Frau mit langen Haaren ist man zudem immer gezwungen, einen tiefen Zopf zu tragen. Das nervt mich am meisten. Ein guter Reithelm sollte bestenfalls quasi gar nicht wahrgenommen werden und seine Sicherheitsfunktionen erfüllen. Ich kenne eine namhafte Bereiterin, die viele Jahre ohne Helm ritt. Außer auf dem Turnier natürlich. Eines Tages fiel sie von einem Berittpferd, morgens um 7.30 Uhr. Ohne Helm. Sie wurde erst gegen 8 Uhr gefunden, wurde dann später operiert und lag im Koma. Erst seitdem trage auch ich einen Helm im Training und nicht nur dreimal pro Jahr in einer Prüfung. Das wäre ja so, als ob man sich nur jede zweite Fahrt im Auto anschnallen würde. Oder nur zu besonderen Anlässen – auf der Autobahn vielleicht? Kleiner Scherz.“

Beim Sturz auf die Bande aufgeschlagen
Katharina M. machte diese Reithelm-Erfahrungen: „Entweder sitzen sie nicht richtig, zwicken hier und zwicken dort, wackeln trotz vorgegebener Einstellung oder sind zu eng und verursachen Kopfschmerzen. Entweder sind sie mit Rädchen oder ganz ohne Einstellung. Mir ist an so einem Modell mit schon mal das Seil gerissen. Ein guter Reithelm soll sicher sein, leicht, gut sitzen (als hätte man fast nichts auf dem Kopf), eine gute Belüftung haben und auch noch gut aussehen. Ich erzähle Helm-Muffeln immer von meinen zwei schweren Reitunfällen (der eine mit Hubschrauber-Einsatz) und erzähle, dass ich mehr als Glück hatte, einen guten Helm auf dem Kopf gehabt zu haben, der den Sturz abgefangen hat, als ich auf die Rundholzbande aufgeschlagen bin. Nie wieder ohne Helm. Ich habe eine 8-jährige Tochter und bin allein deshalb schon in der Vorbildpflicht!“

Kommen eure Kinder auch ohne Mutti klar?
Rebecca Z. schreibt: „Mich stört an den meisten Helmen, dass der Verschlussgurt bei mir zumeist auf Höhe der Ohren nicht korrekt liegt. Er liegt nicht vor den Ohren, sondern fast auf den Ohren. Hatte bisher nur einen Helm, bei dem das nicht der Fall war. Ferner fallen – auch bei hochpreisigen Helmen – oft die Polsterungen in der Innenschale ab. Insbesondere das geklettete Stück, welches das Drehrädchen polstert. Und die findet man dann niiiiieee wieder. Von einem guten Helm wünsche ich mir zu allererst natürlich Schutz. Er soll gut liegen, nicht drücken und dabei auch noch schick aussehen. Wenn bei uns mal jemand keinen Helm trägt (was zum Glück sehr selten passiert), dann erinnere ich dran, ob er vergessen wurde. Wenn er mit Absicht nicht getragen wird, frage ich nach, ob die Kinder (die die meisten bei uns im Stall haben) auch ohne Mutti klar kämen.“

Den Helm kann man ersetzen, den Kopf nicht
Ann-Christin K. hat ein Größenproblem: „Durch meinen Kopfumfang von 59-60 cm habe ich das Problem, überhaupt einen Helm zu finden, der nicht so übergroß mächtig wirkt. Viele sind einfach nicht komfortabel, sitzen schlecht oder werden teils nicht mal in einer passenden Größe angeboten. Dann natürlich für mich das Problem als Pferdeschwanz-Träger, dass der Helm grundsätzlich mit Zopf drückt. Da bin ich dann immer angewiesen, die Haare nur halb zu teilen mit einem dünnen Gummi oder à la Pippi Langstrumpf mit Flechtzöpfen. Selbst dieses Jahr bei meiner Reitabzeichen-Prüfung habe ich gemerkt, das der Helm ehrlich gesagt mit Haarnetz nicht optimal gesessen hat. Mein alter Helm war leider nicht gut belüftet. Dadurch hat der Helm in der Helmtasche (aus Stoff) angefangen zu schimmeln. Diesen musste ich dann entsorgen, obwohl es einer der wenigen war, welcher mit ganz gut in meiner Teenager-Zeit gepasst hat. Der Reithelm sollte sowohl im Winter als auch im Sommer atmungsaktiv sein. Material muss sich leicht reinigen lassen. Der Helm muss natürlich auch die vorgeschriebene Norm einhalten und solide verarbeitet sein. Wünschenswert wäre dann noch ein „schlankes“ Design, damit der Helm bei größeren Köpfen nicht wie eine Melone wirkt. Nicht zu vergessen das Gewicht, damit dieser nach einer Reitstunde oder einem Ausritt keine Kopfschmerzen verursacht. Nachdem ich sowohl beim Strandausritt als auch im normalen Unterricht vom Pferd gefallen bin und jedesmal trotz Helm mit einer leichten Gehirnerschütterung zur Beobachtung im Krankenhaus war, versuche ich mit anderen Stallkollegen das Gespräch zu suchen und zu vermitteln, wie wichtig der Helm ist. Seit ich denken kann habe ich immer einen Helm getragen und würde auch niemals auf die Idee kommen ohne zu reiten. Den Helm kann man ersetzen, deinen Kopf oder dein Leben nicht.“

Wer ein Hirn hat, schützt es
Sabrina T. nervt es, „wenn die Helme zwar verstellbar sind, aber dann irgendwie trotzdem wackeln, egal, wie fest man zieht und zurrt. Ein guter Reithelm muss vor allem leicht sein und soll nicht auftragen. Ich hasse es, wenn man aussieht, als ob man ne riesige, dicke Schüssel auf dem Kopf hat.
Selbstverständlich sollte der Helm auch den Sicherheitsanforderungen eines modernen Reithelms entsprechen. Mein Argument für Stallkollegen, die keinen Helm tragen: Wer ein Hirn hat, schützt es.“

Rückwärts steigend gegen eine Mauer gerannt
Ann-Kathrin O. schreibt: „Mich stört an der Passform von Reithelmen, dass sie bei mir oft zu locker sitzen. Sobald man sie fester einstellt, drücken sie auf der Stirn. Bisher habe ich wahrscheinlich noch nicht die richtige Helmform gefunden. Ein guter Reithelm muss angenehm leicht sein und darf man Tragen nicht stören. Weder darf man ihn auf dem Kopf als störend empfinden, noch darf er das Blickfeld einschränken. Gleichzeitig sollte der Helm aber auch noch möglichst unauffällig auf dem Kopf aussehen, nicht zu sehr auftragen, sondern der Kopfform schmeicheln. Der Reithelm muss gut belüftet sein und auch im Sommer nach starkem Schwitzen schnell wieder trocknen. Da man seinen Reithelm ja alle paar Jahre spätestens austauschen soll, muss auch das Preis-Leistungsverhältnis stimmen. Ein guter Reithelm hat also jede Menge Aufgaben zu erfüllen, und im besten Fall ist der Helm so schick und gleichzeitig angenehm zu tragen, dass man ihn gar nicht mehr abziehen will. Wer keinen Helm tragen will, dem erzähle ich von meinem Reitunfall vor 10 Jahren. Damals im Urlaub ist das Pferd rückwärts steigend mit mir gegen eine Mauer gerannt, und sowohl Pferd als auch ich sind mit dem Kopf gegen die Wand gefallen. Das Pferd ist außerdem auf mich gefallen. Ich war grün und blau, aber ohne Helm wäre ich heute vielleicht nicht mehr hier oder zumindest wäre ich damals schwerst verletzt gewesen. Egal wie gut man sein Pferd kennt: Jederzeit kann es zu unvorhersehbaren Situationen kommen, und da ist man es sich und seiner Familie schuldig, das Bestmögliche zu tun, um sich zu schützen.“

3 Monate Koma nach dem Trockenreiten
Sabine O. missfallen bei Reithelmen „die Riemen, die vor und hinter dem Ohr verlaufen. Irgendwo stören die immer! Was wünsche ihr mir von einem guten Reithelm? Sicherheit, Bequemlichkeit, Leichtigkeit. Mit welchem Argument überzeuge ich Stallkollegen, die keinen Helm tragen? Vorbildfunktion für Kinder. Und ob sie sich der Konsequenzen bewusst sind, wenn was passiert. Ich habe ein Beispiel aus dem Bekanntenkreis, welches ich immer wieder gerne hervor krame. Derjenige ist nach einem längeren Ausritt kurz vorm Stall im Schritt, am langen Zügel (quasi beim Trockenreiten) vom Pferd gefallen und lag 3 Monate im Koma. Er kämpft noch heute, 15 Jahre später, mit den Folgen.“

Mein Helm hat ganz schön geknackt beim Sturz!
Anna-Lena I. ist es „besonders wichtig, dass der Helm zum einen an allen Seiten des Kopfes gut anliegt und z.B. nicht an den Seiten absteht. Auch sollte der verstellbare Teil am Hinterkopf nicht drücken, das empfinde ich als besonders unangenehm. Auch sollte der Helm den Hinterkopf gut abdecken, ich empfinde viele Helme am Hinterkopf doch als recht kurz. Und last but not least sollten die Ohren durch die Dreipunktbefestigung nicht beengt werden. Mich stört sehr, dass diese Punkte bei den allermeisten Helmen nicht erfüllt sind. Oft drücken die Rädchen hinten so sehr, dass es wirklich unangenehm ist, und ein Helm, welcher an den Seiten absteht, kann ja leider auch nicht seine Funktion in punkto Sicherheit erfüllen. Von einem guten Reithelm wünsche ich mir natürlich in erster Linie die Absicherung bei einem Sturz. Anderseits sollte er aber nicht zu klobig oder schwer sein, man hat ihn ja schließlich sehr oft auf dem Kopf. Er sollte nach Möglichkeit auch schön aussehen, wobei für mich Sicherheit und Passform eindeutig größere Bedeutung haben. Im Sommer ist es zudem von Vorteil, wenn durch die Lüftung keine Sauna entsteht, andererseits sollte eine gewisse Wärme im Winter unter dem Helm bestehen bleiben. Andere Reiter würde ich gerne überzeugen, da ein Helm meiner Meinung nach nur Vorteile mit sich bringt. Nicht nur hinsichtlich eines Sturzes, sondern auch wegen der Wärme z.B. im Winter. Zudem sehen die meisten der heutigen Modelle echt gut aus, wodurch das Argument „Das sieht aber blöd aus“ auch nicht mehr greift. Das Blöde an Reitunfällen ist ja nunmal zudem, dass sie meist nicht vorhersehbar sind und man sich auch schlimm verletzen kann, wenn das Pferd nur stolpert und dadurch stützt. Das Gewinnspiel passt gerade äußerst gut, da ich gerade letzten Monat einen Sturz hatte, der dank Helm ohne Folgen geblieben ist. Dieser hat allerdings ganz schön geknackt, sodass ich ihn direkt entsorgt habe. Der Sturz ist übrigens von meinem super verlässlichen und unerschrockenen Pony passiert, und das auch noch auf einer uns sehr vertrauten Strecke! Da sieht man mal wieder, dass auch das ach so sichere Pferd (obwohl ich meine Hand für sie ins Feuer legen würde) sich auch auf bekannten Strecken schnell erschrecken kann.“

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