Ein Blog von Christine Felsinger
mit Fotos von Felix Knaack

„Wir sind sicher“: Reithelm tragen und doppelt gewinnen

90.000 Reitunfälle passieren jedes Jahr, und meist erwischt es den Kopf

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Wir sind sicher: Nur mit Reithelm ist Ausreiten richtig gemütlich! Foto: Felsinger Wir sind sicher: Nur mit Reithelm ist Ausreiten richtig gemütlich! Foto: Felsinger

Sind das Stürme, die uns Reitern zur Zeit um die Ohren blasen. Windböen, Regen, Graupel. Da werden die Pferdeohren so spitz wie Antennen. Und ich bin gerade bei dem Wetter wieder ehrlich erleichtert, dass ich einen Helm auf dem Kopf habe.

Heut war wieder so ein Tag. Das erste Wintergewitter, keine fünf Minuten nach unserem kleinen Sonntagsritt-Shooting, für das sogar die Sonne durchs goldene Gebüsch blitzte… Fragt ihr euch eigentlich auch manchmal, warum Pferde so hüpfelig werden, wenn es stark windet? Der Wind verstärkt die Umgebungsgeräusche und bläst Pferden eine Vielzahl diffuser Signale von weit her in ihre Hab-Acht-Ohren. Das alarmiert unsere hochsensiblen Fluchttiere. Hinzu kommt, dass wir Reiter uns natürlich bei Schietwetter auch ein bisschen klemmiger und unwohler fühlen und diese Unsicherheit aufs Pferd übertragen.

Ich bin jedenfalls gerade richtig froh, wenn ich beim Ausreiten einen Reithelm auf dem Kopf habe. Nicht nur, weil er warm hält, sondern weil mit den fallenden Blättern, den lustigen Pferden und den matschigen Wegen auch gerne mal die Reiter fallen. Ziemlich oft auf den Kopf, gefühlt und statistisch geprüft.

25 Prozent der Verletzungen bei Reitunfällen betreffen unseren Kopf. Das belegen verschiedene medizinische Studien der letzten 30 Jahre. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung FN rät deshalb ohne Wenn und Aber zum Helm, um Verletzungen zu vermeiden. Reitlehrer sind wegen Unterlassens schadenersatzpflichtig, wenn sie nicht dafür sorgen, dass ihre Reitschüler Helm tragen. Im Unfall-Fall wird das für den Reitlehrer teuer – es ist also keine Gängelei und keine Schikane, wenn er im Reitunterricht „Helm auf“ fordert, sondern Selbstschutz und Verantwortungsgefühl für seine Schüler.

Denn auch der Reiter selbst tut gut daran, im Interesse seines Kontos und seines Kopfes einen Reithelm zu tragen: Im Nichttragen eines adäquaten Helms ist ein Mitverschulden zu sehen, das zu einer Reduzierung des Anspruchs auf Haftung durch den Reitlehrer oder den Pferdebesitzer führt, von dessen Pferd man fällt. So beurteilt die FN-Rechtsabteilung das finanzielle Risiko für Helm-Verweigerer. Und auch Versicherungen warnen: Verzichtet ein Reiter auf den Helm und kommt er bei einem Reitunfall zu Schaden, kann seine Versicherung die Leistungsübernahme kürzen oder ablehnen. Wer den nächsten Ausritt oder die wöchentliche Reitstunde also ganz sicher genießen möchte, der trage doch bitte einen korrekten, sprich: nach gültigen Sicherheitsstandards zertifizierten Reithelm.

Doch der Labortest auf Sicherheit ist noch längst nicht alles: Was nutzt der sicherste und aufwändigst geprüfte Reithelm, wenn er später im Spind liegt statt auf dem Kopf sitzt? Weil er vorne an der Stirn drückt oder rings um den Kopf wackelt, zu schwer ist oder uns im Sommer zum Schwitzen bringt. Die meisten Helm-Hersteller haben hier in den letzten 20 Jahren ihre Hausaufgaben gemacht und leichtere, individuell anpassbare Reithelme entwickelt, die zudem so schick aussehen, dass man sich bei Helligkeit auf die Straße traut und bei Dunkelheit dank Blinkis und Reflektoren gut gesehen wird.

Der schwarze Reflektorstreifen am Reithelm, der von den Schläfen nach hinten führt, leuchtet silbern, wenn er im Dunkeln angestrahlt wird. Foto: Felsinger

Der schwarze Reflektorstreifen am Swing-Reithelm, der von den Schläfen nach hinten führt, leuchtet silbern, wenn er im Dunkeln angestrahlt wird. Foto: Felsinger

Am wichtigsten ist, dass der Reithelm wirklich gut auf unseren Kopf passt. Dafür ist es gut zu wissen, welche Kopfform wir haben. Das wusste ich lange Zeit auch nicht. Bis mir ein Helm-Prüf-Ingenieur mal während einer Test-Reportage für ein Reitsportmagazin erklärte, dass es Menschen mit ovalen und Menschen mit runden Köpfen gibt. Und Helme, die eher für ovale oder eher für runde Köpfe gemacht sind. Deshalb passt nicht jeder Helm auf jeden Kopf. Ich habe eher einen Eierkopf, deshalb habe ich bei manchen Helmmodellen, die oben zu luftig geformt sind, das Gefühl, dass der Helm wackelt. Egal wie stark ich ihn am Hinterkopf und am Kinn fest zurre.

Der Wackel-Test sieht deshalb so aus: Setzt den Helm auf, justiert die Passform mittels des Größenverstellsystems (sehr komfortabel ist ein Helm mit Drehrad am Hinterkopf) und lasst den Kinngurt offen. Schüttelt den Kopf, als ob ihr „Nein“ sagen wollt. Der Helm darf sich dabei nicht verdrehen oder gar vom Kopf fallen.

Nun schließt ihr den Kinngurt und tragt den Helm ein paar Minuten. Schlendert durchs Reitsportfachgeschäft oder durchs Wohnzimmer. Bewegt bewusst Kopf und Körper. Ihr sollt den Helm ja später beim Reiten tragen und nicht auf der Couch. Und Reiten ist nunmal Sport. Drückt der Helm irgendwo? Achtet besonders auf die Stirn, denn da haben viele Helme ihre Problemzone. Und wenn der Helm hier drückt, bekommt ihr beim Reiten Kopfschmerzen. Drückt nix? Und sieht das Ganze auch im Spiegel so aus, dass ihr euch leiden mögt? Dann ist es der Richtige!

Ich habe von meinem Blog-Partner Waldhausen zum Ausprobieren den neuen „Swing H16 Pro“-Reithelm in der Herbst-Trendfarbe Dunkelgrau/Rosenholz bekommen und habe beschlossen, für meine Blog-Leser ein Schietwetter-Gewinnspiel zu machen, weil ich den Helm hinsichtlich Passform und Tragekomfort wirklich empfehlen kann. Also fühlen und schauen wir doch mal, was der neue „Swing“ zu bieten hat.

Der Helm wird in Deutschland hergestellt und ist sehr leicht: Meine Küchenwaage zeigt 411 Gramm. Auf dem Kopf sieht er schnittig aus trotz der dicken Ausschäumung, die ein moderner Reithelm braucht, um den derzeit gültigen Sicherheitsstandard VG1 01.040 2014-12 zu erfüllen. Denn diese erfordert im Gegensatz zu älteren Helmen (vielen von euch haben sicher die bis 2015 geltende EN 1384 noch im Kopf) zum Beispiel zusätzlich eine Prüfung auf Seitensteifigkeit, bei der der Helm stark zusammengepresst wird. Das soll simulieren, dass der Reiter beim Sturz unters Pferd gerät. Außerdem ist es Pflicht, dass das Sichtfeld unbeeinträchtigt bleibt. Der Schirm muss kürzer und flexibler sein als bisher. Der Swing-Reithelm ermöglicht zudem dank transparentem Sunglass Visor im Schirm das Erkennen von Ästen und Hindernissen.

Mit 3D-Anpass-System und Quicksafe-Größenverstellung konnte ich den Helm schnell auf meinen ovalen Eierkopf feintunen. Wobei mir die bestellte Größe 52-58 cm eigentlich auf Anhieb so gut passte, dass ich da erstmal gar nix mehr festzuziehen brauche. Vielleicht später mal, wenn das Innenfutter etwas nachgibt. Oder wenn ich beim Friseur war 😉

A propos Futter:  Bei dem kalten und zugigen Wetter momentan kann ich das Trockungsverhalten des Mesh-Innenfutters und zur Effektivität des Belüftungssystems leider nicht beurteilen. Dazu muss es wieder wärmer werden. Die Begurtung, ein weiteres wichtiges Kriterium für die Bewertung von Reithelmen, ist sehr einfach einzustellen über Gurtstraffer-Clips, mit denen die Kunststoffriemen um die Ohren herum gut anliegen und nicht einschneiden. Der Kinngurt selbst ist ordentlich gepolstert und lässt sich super schnell mit einer Hand schließen und öffnen, was im Unfall-Fall wichtig ist.

Mein persönliches Fazit: Die Passform ist zumindest für eher ovale Kopfformen gut geeignet, der Tragekomfort ist angenehm und das Handling problemlos. Die Verarbeitung macht auf den ersten Blick einen soliden Eindruck. Der Helm wurde von der Materialprüfanstalt der Universität Stuttgart nach VG1 01.040 2014-12 begutachtet und trägt das CE-Zeichen. Unverbindliche Preisempfehlung: 119,95 Euro.

Möchtest du den Swing-Helm gewinnen und ausprobieren?

Dann schreib mir einfach bis zum 30. November 2017 eine Mail an info@christine-felsinger.de

Beantwortet bitte folgende Fragen, um am Gewinnspiel teilzunehmen und einen von drei Swing-Helmen in Dunkelgrau/Rosenholz zu gewinnen:

+ Was stört euch an der Passform von Reithelmen?
+ Was wünscht ihr euch von einem guten Reithelm?
+ Mit welchem Argument überzeugt ihr Stallkollegen, die keinen Helm tragen?

Bitte gebt auch gleich eure Helmgröße an (einfach Kopfumfang messen): 52-58 cm oder 57-62 cm

Jetzt doppelt gewinnen und Helm-Botschafter werden!

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Maya und ich freuen uns auf eure Erfahrungsberichte zur Reithelm-Passform! Foto: Felsinger

Maya und ich freuen uns auf eure Erfahrungsberichte zur Reithelm-Passform! Foto: Felsinger

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